Asien,  Thailand

Thailand Kaleidoskop – in 15 Tagen zu den Höhepunkten

Thailand als Backpackertraum

Thailand war bis Anfang der 2000er Jahre das Traumziel vieler Individualreisender und Backpacker. Es war die Zeit, als man die spießige Pauschalreise endlich hinter sich ließ und junge Menschen sich lediglich mit einem Flugticket, einem Rucksack und dem legendären Lonley Planet Reiseführer auf den Weg nach Südostasien machten. Thailand war das Sammelbecken einer neuen Generation von Reisenden, die einfach darauf loszogen um die Welt zu entdecken. Hier trafen sich Aussteiger, Hippies, Backpacker und Individualisten aus der westlichen Welt um ihren eigenen Traum zu leben. Sie übernachteten in einfach Hostels oder Homestays, reisten in Überlandbussen und aßen an den Streetfoodläden. Thailand war preiswert, relativ sicher und bot traumhafte Landschaften und Abenteuer.


Die Folgen des Tourismus

Aber schon bald erkannten findige Geschäftsleute und Unternehmen das große Kapital des siamesischen Königreich und vermarkteten Thailand international. Bangkok wurde zur Boomtown, die Inseln und Strände wurden mit riesigen Hotelkomplexen zugebaut und das Niveau der Reisenden sank im gleichen Masse wie ihre Zahl zunahm. Thailand musste auf bittere Weise erfahren welche Probleme und welche Schäden ein überbordender Tourismus mit sich bringt. Namen wie Hua Hin und Pattaya, die bis vor wenigen Jahren noch als die Traumstrände in Asien galten, kämpfen heute gegen ihr Schmuddelimage.


Grand Palace Bangkok


Faszination Thailand

Die Travelnomaden von heute gehen nach Laos oder Kambodscha statt Thailand, denn diese sind noch ursprünglicher und weniger überlaufen als das Königreich. Thailand selbst hat in den letzten Jahren erfolgreich viele Anstrengungen unternommen, um den Tourismus im Land nachhaltiger und anspruchsvoller zu gestalten. Und trotz aller Probleme die Thailand ohne Zweifel mit und wegen dem Tourismus hat, bleibt es ein faszinierendes und wunderschönes Land mit einer reichen Kultur und einer fantastischen Natur, die keinen Reisenden unberührt lässt. Es ist ein Land mit vielen unterschiedlichen Facetten und Möglichkeiten und mit unendlich freundlichen Menschen, die uns Reisende herzlich willkommen heißen. Es ist ein Land, das unbedingt auf deine Wunschliste gehören sollte.

Wenn man immer tut was einem gefällt,

dann ist schon mal mindestens einer zufrieden.

(Sprichwort aus Thailand)

 

Geh mit mir gemeinsam auf eine Entdeckungstour zu einigen der Höhepunkte Thailands.


Thailands Hauptstadt Bagkok- Stadt der Engel

Bangkok ist heute eine moderne Großstadt mit glitzernden Glasfassaden und Wolkenkratzern, schicken Einkaufszentren und klimatisierten Luxushotels. Aber es ist auch immer noch eine Ansammlung von engen Gassen und Märkten, dazwischen versteckten Schreinen und Andachtsstätten und auf beiden Seiten des Chao Praya Flusses prachtvollen Tempeln und Palästen. Bangkok selber ist voll, anstrengend und heiß, aber du solltest dennoch genug Zeit einplanen, denn die Stadt hat so viel zu bieten. Bleibe mindestens 3 Nächte, denn gerade durch das feuchtwarme Klima und die Zeitverschiebung brauchst du etwas mehr Zeit um dich zu akklimatisieren. Meine besten Tipps für stressfreies Fernreisen verrate ich dir in meinem Artikel „slow travel Reisetipps“.


Wat Phra Kaeo Bangkok


Die Haupttempel der Stadt

Zum Pflichtprogramm gehören die Tempel Wat Arun - der Tempel der Morgenröte, Wat Pho mit dem liegenden Buddha, Wat Phra Kaeo mit dem Emerald Buddha und der Grand Palace. Sie liegen alle relativ dicht bei einander an den Ufern des Chao Praya Flusses. Du erreichst sie von überall mit den Expressbooten. Nimm dir genug Zeit für die Tempel und achte darauf, daß deine Arme, Schultern und Beine bedeckt sind. Sonst erhältst du keinen Zugang. In diesen drei Tempeln herrscht großer Andrang, so daß du auch mit Wartezeiten an Eingang rechnen musst. Für deinen ersten Tag würde ich nur einen Tempel auf die Agenda nehmen. Genaue Infos findest du unter: Thaizeit.de

Extratipp:

Den Wat Arun solltest du vielleicht zwei Mal besuchen, einmal im Morgenlicht und dann noch einmal bei beginnender Dunkelheit, denn dann erstrahlt der weiße Tempel in tausenden goldenen Lichtern. Einen besonders schönen Blick auf den Wat Arun genießt du von einer der Rooftopbars auf der anderen Flussseite.


 

Eine Fahrt auf den Khlongs- das Bangkok der Thai

Bangkok ist eine Wasserstadt und das Leben wird vom Fluss und den Kanälen geprägt. Neben der Fahrt auf dem Chao Praya Fluss solltest du unbedingt eine Fahrt mit dem Longtailboot auf den Khlongs unternehmen. Dabei verlässt du die große Wasserstraße und fährst in die engen Kanäle, die rechts und links von Hütten und Häusern gesäumt sind. Hier leben die Thais im fast dörflich anmutenden Stadtteil Thonburi. Die Holzhäuser sind auf Stelzen bis ins Wasser gebaut, auf den Balkonen flattert die Wäsche und bunte Blumen wachsen in den Kästen. Ab und zu taucht ein Waran aus dem trüben Wasser auf, Kinder planschen im Fluss und Händlerinnen in Booten verkaufen Früchte und Getränke.


Khlongs in Bangkok


Unterwegs kommst du an einigen fast chinesisch inspirierten Tempeln vorbei, die so ganz anders sind als die prunkvollen, goldenen Thai-Tempel. Eine Fahrt auf den Khlongs ist wie eine Reise in eine andere Welt: Viel stiller und gemächlicher und eine gute Abwechslung von dem Gewusel und Glitzer im anderen Bangkok.


Ich empfehle dir unbedingt eine private Klongtour mit maximal 6-8 Personen. Die ist zwar etwas teurer, aber dafür ist es entspannter und du hast eventuell die Möglichkeit selber etwas mehr zu bestimmen. Dein Hotel kann dir sicher bei der Organisation helfen. Oder du mietest dir einfach am Fluss ein eigenes Boot mit Fahrer. Da kommt es dann ganz auf dein Verhandlungsgeschick an!


 

Extratipp:

Für Aktive lohnt sich die abendliche Fahrradtour durch Thonburi und zu den Tempeln und Nachtmärkten. Bei dieser 5 stündigen Fahrradtour fährst du durch enge Gassen und in Gebiete, die du auf den normalen Touren selten besuchst. Belohnt wirst du dann mit einem echten thailändischen Essen. Alle Infos dazu findest du unter thailandbiking.com

 

 

Wimanmek-Palast und Jim Thomson House

Wenn du dich für Architektur begeisterst, dann solltest du sowohl den Wimanmek Palast als auch das Jim Thomson House besuchen. Der Wimanmek Palast ist das größte vollständig aus Teakholz gebaute Gebäude der Welt und stammt aus dem Jahr 1893.Es war damals mit seinen 81 Zimmern königliche Residenz. Der Name heißt übersetz "himmlisches Wolkenschloss".

Das Jim Thomson House gehörte dem ehemaligen amerikanischen Seidenhändler Jim Thomson, der 1967 spurlos verschwand. Hier kannst du neben dem wunderschönen Teakholzhaus im ostasiatischen Stil und dem heimeligen Garten auch sehen, wie Seide produziert wird. Beide Häuser findest du nicht auf den üblichen Touren, aber ich finde sie sehr sehenswert und sie geben eine völlig anderen Einblick in die thailändische Kultur.


 


 

Fazit Bangkok

Bangkok hat noch so viel mehr zu bieten und verdient eigentlich einen eigenen Artikel. Ich hatte leider bisher nicht genug Zeit um es ausführlich zu entdecken, deshalb will ich es hierbei belassen. Natürlich musst du auch noch die Nachtmärkte und die berühmten Straßen Khaosan Road und Sukumvit Road besuchen, im Chinesischen Viertel shoppen und das Essen an den zahlreichen Ständen ausprobieren. Gerne empfehle ich dir folgende Artikel für mehr Infos zu Bangkok: Umfassende Infos findest du auf Thaizeit.de und etwas ausgefallenere Sehenswürdigkeiten hat  Robin von Travel forever.


Bagkok Wat Phra Kaeo


Unsere Reise führt uns weiter in die alte Hauptstadt Ayuttaya

 

Ayuttaya - Unesco Weltkulturerbe in Thailand

Knapp 80km von Bangkok entfernt, erreichen wir nach 90 Minuten Fahrt die alte prächtige Hauptstadt Ayuttaya. Umgeben von den Gewässern mehrerer Flüsse und Teilen einer alten Stadtmauer liegen die eindrucksvollen Ruinen der Tempel und Paläste auf einer sattgrünen Insel. Über 400 Jahre herrschten hier mehr als 33 Könige und Kaiser und hinterließen entsprechende Prachtbauten. Diese sind heute nur noch zu erahnen, aber dennoch sind die Dimensionen der Anlagen gewaltig und sie stehen seit 1991 auf der Liste der Unesco-Weltkulturerbe.


Wat Chai Wattaram in Ayutthaya


Wat Chai Watthanaram

Besonder der hochaufragende Prang des Wat Chai Watthanaram beeindruckt durch seine Größe und Schönheit. Diese Anlage steht noch etwas vor den Stadtmauern und ist deshalb nicht so stark besucht, wie die Tempelanlagen im Palastbezirk. Die roten Backsteinbauten sind ein tolles Beispiel für die Khmer-Architektur und erinnern fast an die Anlagen bei Angkor Wat. Besonders schön ist es hier zum Sonnenuntergang.


Wat Chai Wattharam Ayutthaya


 


 

Wat Mahthat

Ein besonderer Anziehungspunkt ist der in einen Bodi Baum eingewachsene Kopf einer Buddahstatue im Tempel Wat Mahthat. Aber auch die restliche Tempelanlage inmitten grüner Bäume und dschungelartiger Pflanzen ist wunderschön. Da es einer der Haupttempel in Ayuttaya ist, musst du allerdings mit viel Andrang rechnen.


Wat Mahthat Ayutthaya


 


 

Wat Yai Chai Mongkon

Als nächstes besuchen wir den Wat Yai Chai Mongkon, der mir wegen seiner zahlreichen mit orangen Tüchern behangenen Buddhas rund um den Chedi besonders in Erinnerung geblieben ist. Da er bis heute als Gebetsstätte genutzt wird sind die Buddahs oft prachtvoll geschmückt. Du kannst hier auf den Chedi steigen und in die Krypta blicken. Außerdem gehört noch ein schöner liegender Buddah zu der Anlage.


Wat Yai Chai Mongkon Ayutthaya


Als letztes steht der Wihan Phra Mongkhon Bophit auf dem Programm. Dieser Tempel ist besonders im Inneren reicht verziert und fasziniert mit seiner über 12 Meter hohen goldenen Buddahstatue.


Wihan Phra Mongkhon Ayutthaya


 

Ayutthaya abseits der Tempel

Für uns endet der Tag nach so viel Besichtigungen hier in Ayutthaya. Da wir diese Tour als Tagesausflug ab Bangkok gebucht hatten, blieb uns keine Zeit mehr, das andere Ayuttaya zu entdecken, was wir später etwas bedauert haben. Gerade am späten Nachmittag, wenn das Licht sanfter wird und die meisten Touristenbusse weg sind, legt sich eine zauberhafte Stimmung über die Stadt. Dann wird es ruhiger und du kannst noch einige der vielen anderen Tempel entdecken, schlenderst über den Nachtmarkt und probierst die lokalen Köstlichkeiten wie z.Bsp die Boat Noodles. Bleibe also am besten eine Nacht und miete dir vor Ort ein Fahrrad. Dann bist du unabhängig unterwegs. Von Bangkok aus erreichst du Ayutthaya stündlich mit der Bahn.

Extratipp:

Wenn du genug Zeit hast und über Nacht in Ayutthaya bleibst, dann unternimm eine Sundowner-Fahrt auf dem Fluss zu den Tempeln. Die zweistündige Fahrt zeigt dir die Tempelstadt von seiner malerischen Seite beim Sonnenuntergang. Mehr Infos dazu findest du auf der Blogseite von Nicole von unterwegsunddaheim.

 

Unsere Reise geht jetzt weiter ganz in den Norden an die Grenze zu Myanmar.


Goldenes Dreieck Mekong


Im Goldenen Dreieck von Thailand

Hier weichen wir etwas von der üblichen Thailandroute ab und nehmen uns eine Auszeit im goldene Dreieck. Ganz oben im bergigen Teil Thailands verbringen wir nahe Chiang Saen drei wundervolle Tage im Anantara Golden Triangle Hotel. Fernab von allem städtischen genießen wir am Mekong Fluss die Ruhe und die üppige Natur und begegnen auf ganz behutsame Weise den thailändischen Elefanten. In einem einzigartigen Projekt hat das Resort ein Waisenhaus für alternde und verwaiste Elefanten ins Leben gerufen und zusammen mit Biologen und Tierärzten ein Programm aufgelegt, welche es den Gästen ermöglicht in engen Kontakt mit den Tieren zu treten und durch ihre Teilnahme die Finanzierung des Programms zu sichern.


Anantara Golden


Mit Elefanten baden

Wir begeben uns auf einen Spaziergang mit den Dickhäutern runter zum Fluss. Unterwegs reißen die Tiere halbe Bäume um und verspeisen sie und tröten fröhlich drauf los. Wir werden von einem Biologen begleitet, der uns viel über die sanften Riesen erzählt. Unten am Fluss schauen wir ihnen beim Baden zu und die Kinder trauen sich sogar dazu. Es war für uns alle ein sehr intensives und schönes Erlebnis, an das wir uns noch lange erinnern werden. Mehr zu dem Projekt kannst du unter Elephant Experience erfahren.


 

Ausflug nach Myanmar

Am kommenden Tag machen wir einen Tagesausflug über die Grenze nach Myanmar. Schnell wird klar, wie weit Thailand sich in den letzten Jahren entwickelt hat, denn hier in Myanmar herrscht absolute Armut. Kein Storm und kein fließend Wasser, unbefestigte Straßen, schlechte Versorgungslage. Wir schlendern über einen einfachen Bauernmarkt, wo wir genauso beäugt werden, wie wir die Kat kauenden Bauernfrauen anstarren. Von dort kommen wir in ein Kloster für junge buddhistische Mönche und steigen dann den Hang hoch zu einer großen goldenen Pagode, wo wir an einer Opferzeremonie teilnehmen.


Pagode Myanmar


 

Mit dem Speedboot über den Mekong

Schließlich bringt uns ein Tuktuk wieder an die Grenze und wir fahren weiter nach Chiang Saen, der alten Königstadt aus Zeiten der Khmer-Dynastie. Allerdings ist hier kaum noch etwas erhalten. Mit einem Speedboot geht es weiter über den Mekong zu einer Stippvisite auf einem laotischen Markt, der aber nicht wirklich sehenswert ist. Unsere Fahrt enden kurz hinter dem Teil des Mekong Flusses, wo er sich teilt in Mekong und Ruang und wo das goldene Dreieck seinen Ursprung bildet. Es war ein interessanter Tag mit wichtigen Einblicken in diesen Kulturteil des Landes. Und für mich ist es die Entdeckung eines neuen Lieblingsplatzes! Mehr zum Hotel und seinen Programmen findest du in meinem Beitrag Anantara Golden Triangle.


Sonnenuntergang über dem mekong


Unsere Auszeit in der Natur ist vorbei und wir reisen weiter nach Chiang Mai, der Tempelstadt im nördlichen Teil Thailands.  Auf der Fahrt machen wir einen Zwischenstop am weißen Tempel von Chiang Rai.


Wat Rong Khun- der weisse Tempel von Chiang Rai

Dieser Tempel Wat Rong Khun ist anders als alles was wir bisher gesehen haben: Er sieht aus wie ein Fantasiepalast aus dem Film „Frozen“ und tatsächlich findest du in der Anlage auch keine Buddhas oder Chedis, sondern Bilder von Michael Jackson und Hello Kitty. Der thailändische Künster Chalermchai Kositpipat baut seit 1997 an dieser Anlage und rechnet 2070 mit seiner Fertigstellung. Es ist seine Hommage an Buddha und Thailand und er trifft damit wohl den Geschmack der Zeit. Ich persönlich finde den Tempel interessant und in seiner Gestaltung einmalig, ob ich ihn aber schön finde, kann ich tatsächlich nicht sagen. Wenn du in diese Region reist, solltest du ihn dir ansehen, aber eine Extratour dorthin lohnt sich meiner Meinung nach nicht.


Wat Rong Khun Chiang Rai


Drei Stunden später erreichen wir endlich Chiang Mai und kommen dort genau zur Rushour an.


Lieblingsplatz in Chiang Mai

Wir sind froh, als wir nach der langen und ermüdenden Fahrt unser Hotel Rachamanka erreichen und einfach nur unsere Beine auf der Liege am Pool ausstrecken können und im kühlen Nass Erfrischung finden. Dieses Boutiquehotel schafft es dann auch auf Anhieb in die Liste meiner Lieblingsplätze. Wenn du mehr über dieses Kleinod in Chiang Mai erfahren möchtest lies meinen Beitrag „Rachamanka - Lieblingsplatz in Chiang Mai“.


Rachamankha 2


 


 

Die Tempel von Chiang Mai

Chiang Mai ist DIE Tempelstadt Thailands und beherbergt weit über 200 Heiligtümer in seinem Stadtbezirk. Es ist unmöglich sie alle während deines Aufenthalts zu besuchen. Tatsächlich sind wir in den zwei Tagen nur auf drei gekommen, das ist aber auch unseren mitreisenden Kindern geschuldet, die nach so vielen Tempeln einfach eine „Tempelphobie“ entwickelt haben. Damit eine Fernreise mit Kindern gut gelingt, habe ich dir hier 8 Tipps zusammen gestellt.


What Phra That Doi Suthep

Natürlich haben wir den bekanntesten Tempel What Phra That Doi Suthep oberhalb der Stadt besucht. Nicht nur die Tempelanlage ist wunderschön, sondern auch der Blick über die Stadt ist atemberaubend.


Wat Phra Doi Suteb Chiang Mai



 

Wat Phra Singh und der Wat Chiang Man

Tatsächlich am besten haben mir aber der Wat Phra Singh und der Wat Chiang Man gefallen, beide nicht weit vom Hotel und fußläufig in der Stadt zu erreichen. Besonders Abends wenn die goldenen Chedis angestrahlt sind, sind die Tempel eine Augenweide.

Um weitere schöne und außergewöhnliche Tempel zu entdecken empfehle ich dir die Beiträge von Love and Compass und flocutus.de


Wat Chai Man Chiang Mai


 

Nachtmarkt in Chiang Mai

Neben den Tempeln ist Chiang Mai aber auch so eine schöne und entspannte Stadt mit vielen Cafés und Bars, kleinen Boutiquen und netten Geschäften. Aber richtig bunt wird es am Samstag und Sonntag Abend wenn einige Straßen gesperrt sind und der Nachtmarkt beginnt. Große Teile der Altstadt sind dann ein einziges Vergnügungsviertel mit zahllosen Buden, Ständen, Garküchen, Artisten, Künstlern und Gauklern. Dieses Vergnügen nennt sich „walking streets“. Hier kannst du nach Lust und Laune schlemmen, alle Köstlichkeiten Thailands probieren und schöne Souvenirs erstehen. Ähnlich funktioniert das übrigens auch in Hanoi, Vietnams pulsierender Hauptstadt. Einen regelmäßigen Nachtbazaar findest du in der Nähe des Ping Flusses jeden Abend ab 17Uhr.


Nachtmarkt Chiant Mai


Für uns war es das schon wieder in Chiang Mai. Mehr als zwei Nächte hatten wir nicht Zeit, aber um es besser kennen zu lernen, solltest du mindestens 3 Nächte bleiben. Dann kannst du eventuell auch noch einen Tag Jungle Trekking unterbringen oder besuchst das Art in Paradise Illusion Museum.


 


Unsere Reise führt uns jetzt in den Süden auf die Insel Phuket.Hier wollen wir einfach noch ein paar Tage relaxen. Nach zwei Stunden Flug landen wir auch schon auf Phuket.


Insel Phuket: Rückzugsort am Mai Khao Beach

Wir haben uns für das schöne Anantara Phuket am Mai Khao Beach ganz im Norden der Insel entschieden. Für Phuket empfehle ich dir ein Auto zu mieten, damit du dich flexibel auf der Insel bewegen kannst. Aber denk dran, daß hier Linksverkehr herrscht. Die nächsten zwei Tage lassen wir hier einfach mal die Seele baumeln. Tatsächlich gibt es in der näheren Umgebung um das Hotel außer einer kleinen Shoppingmall mit ein paar Restaurants nichts. Aber direkt neben unserer Anlage gibt es eine kleine Strandhütte, die frischen Fisch anbietet. Hier sitzt du ganz entspannt mit den Füßen im Sand, Blick aufs Meer und bekommst ganz einfach schmackhafte Gerichte.


 


 

Ausflug in die Phang Nga Bucht

Von unserem Hotel aus bist du recht schnell auf der Brücke, die Phuket mit dem Festland verbindet und so fahren wir in die berühmte Phang Na Bucht, bekannt durch den James-Bond Felsen. Das dauert knapp eine Stunde. Wir nehmen uns ein eigenes Boot und schließen uns nicht den festen Touren an. Viele Bootsführer warten hier am Anleger, so daß du relativ leicht ein eigenes Boot mieten kannst. Achte unbedingt auf eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz, sonst verbrennst du dich auf der Bootsfahrt sehr schnell.


Phang Nga Bucht, Blick auf den james Bond felsen


Der James Bond Felsen

Wie immer sind wir nicht alleine unterwegs, aber die vielen Boote gehen sich in den großen Gebiet leicht aus dem Weg. Gut zwei Stunden schippern wir durch die vielen Kalksteinfelsen, vorbei an beeindruckenden Steinkegeln, durch mangrovenartige Wälder und halbe Höhlen. Natürlich umrunden wir auch den besagten James-Bond-Felsen, der aber nicht wirklich spektakulär ist. Das Erlebnis ist eher die Gesamtheit dieser imposanten Bucht mit den steil aufragenden und dicht bewachsenen Felsen.


 


 

Das Dorf Koh Panyee

Um den Stopp im Dorf Koh Panyee kommen wir leider auch mit unserer privaten Fahrt nicht herum. Hier halten standardmäßig alle Boote und du hast etwas Zeit in dem schwimmenden Dorf zu essen und Souvenirs zu kaufen. Wir schlendern einmal durch das Gassengewirr, das aus lauter Tonnen und darauf befestigten Brettern besteht. Es ist eine schaukelige aber auch ganz interessante Angelegenheit. Du kannst dich hier tatsächlich leicht verlaufen, denn die überdachten Gassen sehen alle gleich aus. Es gibt sogar eine kleine Moschee mit goldener Kuppel und einen Fußballplatz in dem floating villag.


Blick auf das floating Villag Koh Payee Thailand


Für uns hat sich der Ausflug in die Phang Nga Bucht auf jeden Fall gelohnt, auch wenn es,wie so vieles in Thailand, doch sehr touristisch ist. Dem Naturschauspiel tut das aber keinen Abbruch.


 


 

Abschied von Thailand am Nai Yang Beach

Unser letzter Tag ist angebrochen und wir verbringen ihn südlich des Flughafens am Nai Yang Beach. Dieser naturbelassene und wenig touristische Strand ist sehr gut zum Schnorcheln geeignet. Der Nai Yang Beach gehört zum Sirinat National Park, für den du eine kleine Eintrittsgebühr zahlen musst. Fischerboote dümpeln im Wasser und die Bäume reichen fast bis ans Wasser, so dass du hier gut gegen die sengende Sonne geschützt bist. Besonders beliebt ist die Bucht bei "planespottern", denn hier kommen die Flugzeuge schon ganz nah über dem Wasser rein, bevor sie dann im nahen Flughafen landen. Aber die Flugzeuge selber stören nicht wirklich.


Nai Yang Beach Phuket Thailand


Du kannst die Bucht herrlich entlang spazieren oder bis ans Ende mit dem Auto fahren. Direkt hinter dem Strand hat sich ein kleines Dorf gebildet mit vielen netten Beachbars, kleinen Restaurants, Hostels, Massagesalons (keine Sexmassage), Shops mit Kunsthandwerk und einer sehr legeren und entspannten Atmosphäre. Genau das richtige um unseren schönen Urlaub ausklingen zu lassen. Am Ende der Bucht liegen zwei kleine Inseln im Wasser, die du bei Ebbe gut zu Fuß erreichen kannst. Sie sehen gerade im Sonnenuntergang wirklich sehr malerisch aus. Hier genießen wir ein letztes leckeres Thai-Essen und sehen der Sonne beim versinken im Meer zu.


 


 

Fazit zu Thailand:

Obwohl wir in der kurzen Zeit (14 Tage) zwar viel gesehen haben, war es doch nur ein Bruchteil des Landes. Jedoch konnten wir die Vielfalt Thailands von Norden nach Süden entdecken, die uns Lust auf mehr gemacht hat. Für Bangkok und Chiang Mai hätte ich gerne mehr Zeit gehabt, da hat es nur für einen ersten Eindruck gereicht. Phuket ist zum Baden sehr schön, hat aber unserer Meinung nach sonst nicht viel zu bieten. Da wären die kleineren Inseln sicher interessanter, allerdings auch schwieriger zu erreichen. Als Einstieg in das Reiseland Thailands, war es aber genau die richtige Mischung aus Kultur, Natur, Erholung und Erlebnissen.


Christiane vor den Felsen in der Nai yang Bucht


Hoffentlich konnte ich dein Interesse für Thailand wecken. Wenn du dich für Asien interessierst, dann spricht dich vielleicht auch Vietnam an. Dort zeige ich dir zum Beispiel die schöne Stadt Hoi An. Oder du versuchst es mal mit einem ganz anderen Teil Asiens, nämlich Indien. Hier eignet sich die Provinz Kerala als optimaler Einstieg. Auf jeden Fall solltest du Asien unbedingt einmal besuchen. In keinem anderen Kontinent treffen alte Kulturen und moderne Lebensweise in so dynamischer Weise aufeinander. Schau es dir an.


Chaing Mai Tempel bei Nacht


 

Hinweis: Unbezahlte Werbung da Namens- und Ortsnennung. Diese Reise war privat und wurde nicht von einer der Dienstleister gesponsert und ich habe auch sonst keine Vergünstigungen erhalten. Alle genannten Empfehlungen basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen.


 

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2 Kommentare

  • Sonja

    Was für ein toller Artikel. Tja ich gehörte zu den Rucksacktouristen von damals und bin wirklich auf Vietnam und Kamboscha ausgewichen.
    Die Berichte von den Reisenenden, die ich dort getroffen habe, habem mich sehr traurig und nachdenklich gestimmt.
    Aber es macht Mut, dass langsam auf Nachhaltigkeit umgestellt wird.
    Danke auch für die tollen Bilder – da sind wieder viele Erinnerungen gekommen.

    • Christiane

      Hallo Sonja, danke für deinen Kommentar. Freut mich, daß er dir gefallen hat. Jede Medaille hat zwei Seiten. So bleibt eben Schönes nie lange unentdeckt und sobald die Massen anreisen, wird es halt schwierig. Aber wir sollten alle an Wegen arbeiten, damit der Massentourismus wieder erträglicher wird. Corona war da die notwendige Pause. Mal sehen, ob es danach besser wird. LG Christiane

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